2a: Gele

Was sind Gele?

Felix geht ein Licht auf

Gele (genauer gesagt Hydrogele) sind Stoffe, die in der Medizin und Kosmetik, bei Lebensmitteln, aber auch in der Natur häufig vorkommen. Ihr kennt z.B. Haargel, Himbeergelee, Wackelpudding oder weiche Kontaktlinsen. Gel-Beispiele aus der Natur sind Schleim, Fette, Quallen und der Glaskörper im Auge. In sehr starker Vergrößerung (ein Lichtmikroskop reicht da nicht aus) erkennt man, dass es sich um Feststoffe mit Poren handelt, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, ähnlich wie bei einem Schwamm, nur dass die Poren nicht mit bloßem Auge sichtbar sind. Die Flüssigkeit sitzt dabei so fest in den Poren, dass sie nicht einfach herausläuft.

Oft verbindet man mit dem Begriff “Gel” eine schwabbelige Konsistenz und ein durchsichtiges oder durchscheinendes Aussehen wie beim Wackelpudding oder der Qualle. Aber auch Früchte und Gemüse, ja alle Pflanzen gehören zu den natürlichen Gelen, denn auch sie bestehen hauptsächlich aus netzwerkartigen Feststoffen, in denen Flüssigkeiten gebunden sind. Sie sind nur komplexer aufgebaut, denn sie enthalten Zellen. 

Im Bild sind Geliermittel dargestellt, mit denen man in der Küche Gele herstellen kann.

Aufgabe:

Gele gehören zu den sogenannten “heterogenen Gemischen”. So werden Stoffgemische bezeichnet, bei denen man erkennen kann, dass sie aus mehreren Phasen bestehen, die oft auch verschiedene Aggregatzustände haben. Oft ist die eine Phase der Hauptbestandteil und die zweite ist darin fein verteilt, daher ist z.B. “fest in flüssig” (= Hauptbestandteil ist die Flüssigphase wie beim Tee, in dem Teeblätter schwimmen) etwas anderes als “flüssig in fest” (= Hauptbestandteil ist die feste Phase wie beim nassen Schwamm).

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